Der Consell von Ibiza hat bestätigt, dass die Insel derzeit nicht genügend Mechaniker findet, um die gesetzlich vorgeschriebenen ITV-Fahrzeugprüfungen pünktlich abzuwickeln. Um die Situation zu entschärfen, soll nun erstmals der Zugang für private Betreiber ermöglicht werden, die die Inspektionen ergänzend durchführen dürfen. Das Beteiligungsverfahren ist abgeschlossen, die endgültige Genehmigung wird derzeit vorbereitet. Parallel dazu ist die Ausschreibung für eine zweite mobile ITV-Einheit geplant, um zusätzliche Kapazitäten zu schaffen. Mit diesen Maßnahmen will der Consell die langen Wartezeiten verkürzen und die Kontrollen langfristig absichern.
● Am Montagabend wurde auf Ibiza in einem Wohnwagen im Viertel Sa Casilla nahe Sant Antoni der Leichnam eines 66-jährigen Mannes entdeckt. Er lebte seit rund fünf Jahren dort. Anwohner hatten die Guardia Civil alarmiert, da sie das Fahrzeug über längere Zeit unbewegt bemerkt hatten. Beim Betreten des Fahrzeugs fanden sie den bewusstlosen Mann auf dem Sofa. Laut Polizei wies er keine Anzeichen äußerer Gewalt auf. Erste Ermittlungen deuten darauf hin, dass er möglicherweise bereits im Juli verstorben ist, was die lange Verweilzeit erklärt. Der schockierende Fund wirft erneut Fragen zu den Wohnverhältnissen und der Versorgungssicherheit von Wohnmobilen auf der Insel auf.
● Im öffentlichen Tierheim CEPAD in Sant Josep ist eine extrem hohe Sterblichkeitsrate unter Katzen festgestellt worden, nach Angaben von PACMA starben von 146 eingefangenen Tieren innerhalb von 18 Monaten ganze 118. Tierschützer kritisieren, dass es trotz gesetzlicher Pflicht keinen Plan für das Fangen, Kastrieren und Zurückbringen von Gemeinschaftskatzen gibt. Viele Tiere seien im Tierheim nicht anpassungsfähig und sterben, anstatt wieder in Kolonien integriert zu werden. Besonders umstritten ist die Haltung des verantwortlichen Veterinärs, der sich gegen diese Kolonien ausspricht. PACMA fordert nun ein sofortiges Ende der Fangaktionen und die Einführung eines ethischen Programms in Zusammenarbeit mit lokalen Vereinen.
● Im zweiten Quartal 2025 stellten Italiener die größte Gruppe internationaler Gäste auf Ibiza und Formentera, mit einem Anteil von 13,6 Prozent aller ausländischen Besucher. Deutsche folgten mit 11 Prozent und Franzosen mit 9,4 Prozent. Auf Formentera ist der italienische Einfluss noch stärker, dort machten sie 53,9 Prozent aller Ankünfte aus. Damit haben Italiener erstmals die lange Führungsrolle der Briten verdrängt. Fachleute sehen darin einen Trendwechsel, der künftig auch das touristische Marketing der Inseln beeinflussen könnte.
● Die mit Spannung erwartete Raor-Fangsaison begann heute, doch der erhoffte Ansturm blieb aus: starker Südwestwind mit bis zu 20 Knoten und hohe Wellen hielten die meisten Freizeitfischer an Land. An kaum einem Hafen wie Sa Punta oder in Sant Antoni war ein einziger Llaüt zu sehen — ein ungewöhnlich ruhiger Start der Saison. Der 93-jährige Veteran Pepe Molio beschrieb die Szene als traurige Ruhe, obwohl früher zu dieser Zeit viele Boote und Angler unterwegs waren. Einige Fischer nutzten die Wartezeit, um ihr Equipment zu überprüfen und hoffen auf bessere Bedingungen am kommenden Tag. Die Stimmung unter den Fischern bleibt abwartend, während die Bedingungen entscheidend über den Saisonauftakt entscheiden.
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